Rhino Rangers, Namibia
2021 - Rhino Rangers Namibia - Zuwendung von USD 15‘000

2020 war wie kein anderes Jahr zuvor. Während die Dürre in Namibia unvermindert anhielt, schlug bekanntlich auch COVID-19 zu, was zu einem weltweiten Zusammenbruch des Tourismus und gleichzeitig zu erheblichen Einbussen der Finanzmittel führte, die für den Naturschutz zur Verfügung standen. Nichtsdestotrotz war 2020 auch das Jahr, in dem sich die Rhino Ranger wirklich der Herausforderung stellten, über sich hinauswuchsen und ein weiteres Patrouillen-Rekordjahr aufstellten.

Übersicht über das Rhino Ranger Programm 2020
Die Rhino Rangers haben ihr Engagement im Jahr 2020 verdoppelt - trotz massiver Kürzungen bei Fahrzeugunterstützung, Patrouillenverpflegung und Ausrüstung. Die Gesamtzahl der Ranger Field Days ist gegenüber 2019 um 12% gestiegen (wobei die Rhino Ranger starke 48% der gesamten Field Days halten während NGO- und Regierungsmitarbeiter 52% ausmachen). Die Krise hat gezeigt, dass das Team sich wirklich für die Sache einsetzt und sich nicht nur an Befehle und Anweisungen hält. Nashorn-Sichtungen haben 2020 um erstaunliche 19% zugenommen und übertrafen zum ersten Mal 4’000 bestätigte Sichtungen in einem Kalenderjahr! Trotz aller herkulischen Anstrengungen haben im Jahr 2020 leider vier Nashörner durch Wilderei ihr Leben verloren - zum ersten Mal seit über zwei Jahren.

Übersicht über die Rhino Pride Campaign 2020
2020 war auch für die Rhino Pride Campaign ein hartes Jahr angesichts der COVID-Massnahmen und Einschränkungen für alle grossen Veranstaltungen. Dennoch konnten einige wichtige Anlässe durchgeführt werden, um die namibische Bevölkerung weiterhin für die Sache zu motivieren: Neben der ersten „Ranger Award Ceremony“ und einer grossen virtuellen Veranstaltung zum Weltnashorntag, wurde die neue "Drive out Poaching"-Kampagne in Zusammenarbeit mit Taxifahrern ins Leben gerufen, um das Bewusstsein in den kleinen Städten der Region zu schärfen. Zum ersten Mal fand auch das Programm "Reading with Rangers" statt, das darauf abzielt, Jugendlichen die Natur im allgemeinen und den Schutz der Nashörner im besonderen näher zu bringen, indem sie von Rangern auf Patrouille mitgenommen werden.

SwissAfrican Foundation möchte auch 2021 die Fortführung der unentbehrlichen Arbeit des Save the Rhino Trusts unterstützen und einen Beitrag dazu leisten, dass wilde Nashörner im Nordwesten Namibias sicher leben können.
Weitere Erfolge bei diesem Projekt
2020 - Rhino Rangers Namibia - Zuwendung von USD 20'000

Die gemeinsamen Anstrengungen zum Schutz der letzten wirklich wilden Spitzmaulnashorn-Population Afrikas in Namibia zahlten sich aus. Auch im 2019 wurde in vollen 12 Monaten kein Nashorn getötet!
2019 - Rhino Rangers Namibia - Zuwendung von USD 15'000

Die gemeinsamen Anstrengungen zum Schutz der letzten wirklich wilden Spitzmaulnashorn-Population Afrikas in Namibia zahlten sich aus. Im 2018 wurde ein weiterer Meilenstein erreicht - zum ersten Mal seit Beginn der Wilderei im Jahr 2012 wurde in vollen 12 Monaten kein Nashorn getötet!
2018 - Rhino Rangers Namibia - Unterstützung von USD 15'000

Der Betrag entspricht einem Jahreslohn für Boas Hambo, dem Ranger Field Coordinator des Save the Rhino Trust.
2017 - Save the Rhino Trust mit neuem Fahrzeug - Zuwendung von USD 10'000

Die SwissAfrican Foundation hat zusammen mit dem Wilderness Trust die Kosten für ein neues Fahrzeug für den Save the Rhino Trust in Namibia übernommen.
Unser Partner
Jeff Muntifering - Save the Rhino Trust
Unser Partner vor Ort ist der Save the Rhino Trust. Diese Organisation kümmert sich seit über dreissig Jahren um den Schutz der Nashörner im Nordwesten Namibias und es ist massgeblich deren Einsatz zu verdanken, dass sich die Bestände stabilisiert und erholt haben. Der Save the Rhino Trust arbeitet eng mit der lokalen Bevölkerung, dem Umweltministerium und weiteren regierungsunabhängigen Organisationen (NGOs) zusammen. Die lange und erfolgreiche Arbeit des Trusts zeigt sich in einem ausserordentlich guten Vertrauensverhältnis zwischen den Partnern, dem erfolgreichen Einsatz für das Nashorn, und nicht zuletzt in einem in der Region tief verankerten Verständnis für den nachhaltigen Tourismus zum Wohl der Tierwelt.

Die wichtigste Aufgabe der Organisation ist das Überwachen und Beobachten der Nashörner. Diese wissenschaftliche Arbeit liefert einen essentiellen Einblick in die Lebensweise des Nashorns und ist die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus und den Einbezug der lokalen Bevölkerung.

Dr. Jeff Muntifering wurde in Minnesota (USA) geboren. Er verbrachte einen Grossteil seiner Karriere in der Feldforschung an abgelegenen Orten rund um die Welt. In den letzten 15 Jahren ging es Jeff mehrheitlich darum, in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung Programme zum Schutz der Tiere zu entwerfen und zu implementieren. Im Moment konzentriert sich Jeff bei Projekten in China und Namibia darauf, mit einem multidisziplinären Ansatz sowohl die Regierung, die lokale Bevölkerung und den Tourismus für den Schutz bedrohter Tierarten einzubinden. In China handelt es sich um das Przewalski’s Pferd, in Namibia um das Spitzmaulnashorn (black rhino).

In Namibia arbeitet Jeff seit 2003 als wissenschaftlicher Berater mit dem Save the Rhino Trust, welcher sich für das Überleben des Spitzmaulnashorns einsetzt. Neue Ansätze, insbesondere die Einbindung des Tourismus und der einheimischen Bevölkerung mit Hilfe eines Programms, welches gute und engagierte Mitarbeiter finanziell belohnt, hat grosse Erfolge gebracht.

Jeff ist auch Mitgründer der Rhino Ranger Initiative, welche den gleichen Ansatz zu den Communities in Namibia hinausträgt und lokale Mitarbeiter als Rhino Ranger und Schutzpatrone der Nashörner rekrutiert, ausbildet und mit Arbeitsmaterial ausstattet.

Jeff ist verheiratet mit Basilia, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Namibia.
CV Dr. Jeff Muntifering
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